Na Koroškem je fajn / Božo erzählt...
Ereignisse in Koroška:

Božo erzählt...

»In Koroška ist es lustig«, sagten die Leute aus Koroška, die mich das erste mal nach Koroška einluden. Zuerst etwas skeptisch, beim Abschied schon überzeugt: »Hierher komme ich sicher wieder zurück!« Warum? Ich zeige Ihnen Koroška, wie ich Sie kennen gelernt habe…

Wer hat mir mein Floß gestohlen?
»Worauf wartet ihr noch? Auf geht`s!« rief der Flößer Miha und gab das Kommando zum Start. Sie haben es richtig erraten, mein erstes Erlebnis war die Floßfahrt. In Flößerhafen in Gortina, in der Gemeinde Muta, haben uns die Flößer lächelnd und guter Laune empfangen. Nach der alten Tradition haben sie mir als Willkommensgetränk einen Schnaps und Roggenbrot mit Salz angeboten. Auf einen Schnaps war ich nicht gerade bereit, doch dem netten Flößerfräulein konnte ich nicht nein sagen. Schwer zu glauben, doch ans Floß kam auch der Flößerpfarrer, der auf der Reise zwei Neulinge getauft und ihre Seelen von den Sünden befreit hat. Die Flößerfräuleins haben mir Gulasch, Sterz mit Grammeln und Brot gebracht und da bemerkte ich erst, dass ich hungrig bin, denn der Flößer Miha hat mich mit seiner Erzählung und seinen Witzen abgelenkt… Ein Witz fing mit dem Titel, den Sie gerade gelesen haben, an. Lesen Sie weiter und Sie erfahren mehr…

Köstliches Bier und Salami
Wenn Sie in Koroška unterwegs sind, dürfen Sie auf keinen Fall an der Bierbrauerei und dem Bauernhof Klančnik vorbei. In der Nähe von Slovenj Gradec lockte mich die Bierbrauerei mit besonderen englischen und irischen Biersorten. Dazu bekam ich noch hausgemachtes Schwarzbrot mit Grammeln und wurde in die Geheimnisse der Brauerei eingeweiht. Das Bier durfte ich mir sogar selbst einschenken. Auch der Flößer Miha kann dem Bier schwer widerstehen. Nach dem dritten Bier schreit er mutig durch das Gasthof: »Wer hat mein Floß gestohlen?« Im Gasthof alles still…

Währenddessen: Hausgemacht, hausgemacht … Mit guten hausgemachten Salami hat man uns auf dem touristischen Bauerhof Klančnik überrascht. Die Familie Kogelnik wirtschaftet schon seit mehreren Jahrhunderten erfolgreich auf ihrem Bauernhof in Podklanc. Ihre Besonderheit ist das Jagdgebiet Hrastnik mit 130 Moflon- und Damjakwild. Den Bauernhof und das Jagdgebiet haben wir mit einem echten Touristenzug besichtigt. So ein Bauerhof vereint traditionelles und modernes in seiner Gastfreundlichkeit und ausgezeichneter Kulinarik. Fast habe ich vergessen zu erwähnen, dass ich auf meiner Reise durch Koroška auch die Kirche des Hl. Jurij in Legen bei Slovenj Gradec besichtigt habe, wo ich mir unter dem Glasboden einen Tempel aus dem 9. Jahrhundert ansah. Es folgt noch mehr …


Die geheimnisvolle Unterwelt Pecas
Ich konnte mir nicht vorstellen, wie die Arbeit eines echten Bergmannes aussieht, bis ich das Herz des Berges Peca besucht habe. Wie in alten Zeiten habe ich die nötige Ausstattung bekommen und mit einem Bergmannshelm auf dem Kopf ging es dann zum Zug und auf ins Abenteuer. Durch den 3,5 km langen Schacht Glančnik haben uns die Führer in die Zeit der Bergmannsarbeit geführt.
Heute können Sie sich wahrscheinlich eine Wohnung ohne Fernseher und Geschirrspüler nicht mehr vorstellen … Ich habe auch eine echte Bergmannswohnung besucht, die Einsichten in das alltägliche Leben eines Bergmannes in den 70-er Jahren bot. Da habe ich auch vom sehenswerten Prežihov Voranc Museum erfahren.

Mit dem Fahrrad ins Bergwerk
Gut, dass das die Bergmänner nicht hören können, weil sie mich wahrscheinlich ausgelacht hätten. Es ist aber wahr! Die Unterwelt Pecas kann man auch mit einem Fahrrad besichtigen. Das Fahrrad kann man sich ausleihen und zusammen mit dem Führer geht es dann auf eine 5 km lange Reise durch die geheimnisvolle Unterwelt Pecas. Fast hätte ich meinen Witz vergessen … Also: der Flößer Miha, stark wir ein Bergmann, noch einmal: »Wenn ihr mir nicht sagt, wer mein Floß gestohlen hat, regle ich das so, wie es mein Vater geregelt hat!« Die Gäste sahen sich an und fingen an, den Schuldigen zu suchen, weil es nicht gut war, mit Miha Scherze zu machen… Bis sie den Schuldigen fanden… Machen wir weiter…

Das bunte Dorf Libeliče
Damit sie mir nicht vorwerfen, nur die Orte mit gutem Essen und Getränken besucht zu haben, habe ich auch das reiche kulturgeschichtliche und ethnologische Erbe von Koroška entdeckt. Besonders interessant ist das bunte Dorf Libeliče. Bekannt ist es wegen der seltenen Rothunde, des Beinhauses, der schwarzen Küche und der Plebiszitereignisse aus dem Jahr 1921. Was heute auf den Bauerhöfen mit Maschinen eine Person machen kann, dafür bräuchte man in der Vergangenheit 22 Leute. Warum das so ist, erfahren Sie im ethnologischen Museum, wo Sie die Arbeit und die »Maschinen« der Bauer aus Jahrzehnten zurück, kennen lernen. Eine nette Frau aus Libeliče hat mir auch anvertraut, dass ich in Dravograd ein Fischermuseum besuchen kann. Mit einem Kanu kann ich der Drau entlang fast bis zu Vuzenica fahren, wo das Slomšeks Zimmer und die Öko-Kapelle in Muta mit dem schönen Sedelnik-Wasserfall auf neugierige Besucher warten.

Von der Bauernarbeit bis in den Himmel über Koroška
Im Mislinjatal in der Nähe von Slovenj Gradec mit Wäldern und weiten Wiesen umgeben befindet sich die Flugbahn des Flughafens Slovenj Gradec. Sie können den Himmel über Koroška erforschen, sich mit dem Fliegen bekannt machen, im Tandem Fallschirmspringen und sich Koroška aus einer anderen Perspektive ansehen. Während ich mir eines der ältesten Flugzeuge in Koroška ansah, roch es aus der Küche schon nach hausgemachten Spezialitäten mit Besonderheiten aus Koroška. Zur Verfügung stehen Ihnen auch Nächtigungsmöglichkeiten im Hotel, in den Bungalows oder im Autokamp.
Wenn Miha erfährt, wer der Schuldige ist, wird auch bald jemand aus dem Gasthof einen Platz zum übernachten brauchen. Endlich gesteht der Förster Franz seine Schuld. Franz, ganz eingeschüchtert, doch neugierig, fragt Miha stotternd: »Was, wwwwas machte denn dein Vater, als man ihm sein Floß gestohlen hat?« Miha kratze sich an seiner Stirn, sah durchs Gasthaus und dachte nach …

Ein Paradies für Radfahrer, Wanderer, Schifahrer und Adrenalinsuchende.
Zwischen den Fichtenwäldern und weiten Wiesen liegen Kope. In den Sommermonaten ein echtes Paradies für Wanderer und Radfahrer, im Winter ein Teil von Pohorje, in dem vor allem diejenigen auf ihre Kosten kommen, die gerne Schifahren. Im Frühling können Sie mit dem Fahrrad oder zu Fuß bis zum Bergsee wandern oder sich eine Fahrt mit dem ATV gönnen. Nach anstrengendem Schifahren, Wandern oder Radtouren muss man was Gutes essen und trinken. Im Hotel Vabo in Slovenj Gradec, wo ich eine Nacht auch übernachtet und mir die Spezialitäten vom Grill gegönnt habe, hat man mir geraten, die Galerie Koroška, das Soklič-Museum und das Landesmuseum Koroška zu besichtigen. Ich muss Ihnen ja noch das Ende des Witzes verraten… Endlich richtet Miha seinen Kopf wieder auf und sieht noch einmal durch den Gasthof und sagt: »Ah, was sollte ich den anrichten? Ich würde zu Fuß nach Hause gehen!«

Der begeisterte Reisende, Božo H.


Wünschen Sie sich pure Erholung oder einen unvergesslichen Tagesausflug, mit viel Lachen, Sonne und guter Laune?
Dann schnell nach Koroška!




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